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  • Saison 2019 beendet: nach den EC-Rennen in Verola, Köln, Elzach und dem WC in Ostende ist die Paracycling Rennsaison 2019 abgeschlossen.

Erfreuliche Ergebnisse bei der ersten Weltcup-Teilnahme

Vom 16. Bis zum 19. Mai fand in Ostende (Belgien) der zweite Weltcup der Saison statt. Für uns war es die erste Teilnahme an einem WC in unseren noch sehr jungen Sportlerkarriere. Das ambitionierte Ziel im Zeitfahren und Straßenrennen lautete für uns: nur nicht letzter werden! Ein Ziel, welches vor den Rennen als nur sehr schwer zu erreichen schien.

Nachdem wir am Mittwoch anreisten, ging es nach der Einschreibung auch gleich zur Besichtigung der Zeitfahrstrecke. Zusätzlich fand am Donnerstag zwischen 10 und 12 Uhr noch ein offizielles Training auf der abgesperrten Strecke statt.

Persönliche Rekorde beim Zeitfahren

Als wir um 13:37 Uhr als achtes Tandem auf die 36,8 km lange Strecke gingen – insgesamt mussten 4 Runden zu je 9,2 km gefahren werden – waren wir schon sehr auf den Ausgang gespannt. Schon schnell war uns klar, dass wir heute einen für unsere Verhältnisse guten Tag erwischt haben. Mit gleichbleibender Leistung fuhren wir auf dem zum Teil technisch anspruchsvollen Innenstadtkurs und auf der 3,5 km langen Geraden sehr druckvoll. Schon bald hörten wir von unseren Teammanagern, dass wir Boden auf die von uns zuvor ausgewählte Konkurrenz gut machten. Sekunde um Sekunde konnten wir den Vorsprung ausbauen. Mit einer Endzeit von 54:14 Sekunden konnten wir zur unseren großen Freude vier Tandems aus Malaysia, Israel und Belgien hinter uns lassen und belegten von 22 gemeldeten und 18 gestarteten Tandems den 14. Platz. Nicht nur, dass wir unser gestecktes Ziel übertrafen, konnten wir beide auch persönliche Rekorde bei den gefahrenen Watts verzeichnen.

Sturz, Regen, Wind und Positionskämpfe beim Straßenrennen

Praktisch alles war beim Straßenrennen über 104 km geboten: Positionskämpfe, Überrundungen, Wind, Regen, selbst vor einem Sturz machten wir nicht halt. Am Ende belegten wir von 25 gemeldeten und 22 angetretenen Tandems den 19. Platz.

Nachdem der Start für uns (wie bereits in den vergangenen Rennen) nur sehr bescheiden verlief, mussten wir zunächst den Kampf von ganz hinten aufnehmen. Bei sehr rutschiger Fahrbahn und ordentlich Wind konnten wir auf dem technisch anspruchsvollen Innenstadtkurs und der langen Geraden zum Glück in den ersten beiden Runden auf ein malaysisches und ein deutsches Tandem aufschließen. Gemeinsam mit den beiden Tandems bestritten wir viele Runden zusammen.

Eine kurze Unachtsamkeit kostete uns ein paar Positionen. Als die Spitze zur Überrundung ansetzte, bekamen wir es zu spät mit. Unsere beiden Begleiter aus Malaysia und Deutschland konnten jedoch für kurze Zeit im Windschatten mit der Spitze mitgehen. Dadurch verloren wir unsere Gruppe und mussten die restlichen drei Runden überwiegend allein fahren.

Als uns wenig später in einer 180er Kurve auf noch leicht nasser Fahrbahn das Vorderrad wegrutschte und wir kurze Bekanntschaft mit dem Asphalt machten, nutzte das das hinter uns liegende Tandem aus Malaysia und schloss auf uns auf. Recht problemlos konnten sie an uns vorbeiziehen. Eine Zeitlang hielten wir den Abstand bei ca. 30-50 Meter. Als wir in der letzten Runde waren – das Rennen bestand aus 13 Runden zu je 8 km – konnten wir zum Glück auf das Tandem aus Malaysia aufschließen. Auf der Geraden fuhren wir mit letzten Kräften eine Attacke und konnten etwas Raum zwischen uns und dem malaysischen Tandem bringen. Den knappen Vorsprung konnten wir bis ins Ziel retten. So stand auch im zweiten Rennen bei einem WC ein für uns ordentliches Ergebnis: ein 19. Platz von 22 Teilnehmern.

Fazit

Neben sehr viel Schweiß, Quälerei, Spaß und neuen, großartigen Erfahrungen hat man deutlich unseren Fortschritt gemerkt, den wir durch ein intensives Wintertraining erzielen konnten. In den nächsten Monaten gilt es in erster Linie weiter die Lücke zum Mittelfeld zu schließen und bei einem günstigen Rennverlauf einmal mit dem mittleren WC-Teilnehmerfeld mithalten zu können.

Zunächst steht allerdings für uns der Europacup in Köln (Juni) und die Deutsche Meisterschaften in Elzach (Juli) an. Die nächste Möglichkeit bei einem WC zu starten besteht leider erst kommende Saison in Emmen (Niederlande).

Wir werden auf jeden Fall sehr motiviert und konzentriert weiterarbeiten!

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