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  • Nach turbulenten Vortagen, mit einem Defekten Bus, einer dadurch verspäteten anreise, einem verpassten Zeitfahren am Samstag, konnten wir schließlich noch am Sonntag im Straßenrennen über 66 km starten und den 9. Platz beim Europacup belegen!

6. Gesamtplatz beim European Cup in Verola

Saisonauftackt 2019! Am 27. und 28. April nahmen wir in Verola (Italien) an unserem ersten Europacup im Jahr 2019 teil. Bei einem großen Starterfeld von 17 gemeldeten Tandems traten wir im Zeitfahren und im Straßenrennen an. Am Ende stand jeweils der 8. Platz zu buche. Das bedeutete im Gesamtklassement der 6. Platz.

Viel Pech beim Zeitfahren

Zeitfahren in Verola

Am Samstag um 08:34 Uhr starteten wir bei bestem Wetter auf die 13,2 km lange Zeitfahrstrecke. Die Strecke zeichnete sich durch wenige Kurven aus, die zu meist mit voller Geschwindigkeit genommen werden konnten. Sehr mäßige und kurze Anstiege versprachen ein schnellen Kurs. Rasch hatten wir, ausgestattet mit unseren Zeitfahrhelmen und Zeitfahranzügen, das Zeitfahrtandem auf rund 44-47 km/h getreten, als uns zum ersten Mal die Synchronkette absprang. Nachdem wir etwas über eine Minute durch das Auflegen wieder das Rennen aufnehmen konnten, verlief zunächst alles wieder nach Plan. Leider passierte uns nach rund zweidrittel der Strecke der zweite Defekt: Als uns die Synchronkette zum zweiten Mal herunterfiel und wir erneut etwas über eine Minute verloren, machten wir uns nur noch mit wenig Hoffnung ins Ziel nicht letzter geworden zu sein.

Umso größer war die Überraschung, dass wir von 15 Startern Platz noch 8 erreichen konnten. Rechnet man die verlorene Zeit der zwei Defekte heraus, wären wir an diesem Tag tatsächlich auf Platz 5 vorgefahren. Somit hinterließ das Zeitfahren gemischte Gefühle bei uns, jedoch mit dem Wissen, dass sich das intensive Training über den Winter mit sehr deutlichen Fortschritten bezahlt gemacht hatte. Das bestätigte auch das Rennen am nächsten Tag.

Viel Action beim Straßenrennen

Start Ziel Kurve mit 2 anderen Tandems

Direkt am nächsten Tag stand über 85 km das Straßenrennen an. Auf einer sehr kurvigen 7,1 km langen Runde, die 12-mal umrundet werden musste, ging es von der ersten Minute hart zur Sache. Nachdem sich nach den ersten 1-2 Runden das Feld in Kleingruppen sortiert hatte, fuhren wir zusammen mit einem italienischen Tandem zusammen im Mittelfeld. Nachdem drei Tandems aus der vor uns liegenden Gruppe herausgefallen waren, konnten wir mit einigem Kraftaufwand die Lücke schließen und wir fuhren ab der 4. Runde in einer Fünfergruppe weiter.

Leider wollte keiner der anderen vier Mitstreiter Führungsarbeit übernehmen. Somit machten wir bis zur Runde 8 fast allein Führungsarbeit. Zu groß war die Sorge, dass weitere Konkurrenten auf uns aufschließen oder das führende Tandem-Team aus der Niederlande frühzeitig uns überrunden würde. Als nach der 8. Runde zwei italienische Tandems mehrere Angriffe fuhren – die ersten fünf Tandems waren uneinholbar voraus – mussten wir sie nach einer Weile ziehen lassen.

Somit kämpften wir gegen zwei weitere Tandems um Platz 8. Nachdem ein Team mit einem Reifenplatzer ausgefallen war, konnten wir das zweite Team in der Vorletzten Runde abschütteln und konnten ungefährdet auf Platz 8 ins Ziel fahren.

Leider Überrundete uns in den letzten Kurven unserer letzten Runde noch die Top 1 aus der Niederlande. Das wäre sicherlich vermeidbar gewesen, wenn wir einen an der Strecke gehabt hätten, der uns die Info hätte zurufen können.

2er Gruppe

Fazit

Nachdem wir im Straßenrennen und im Zeitfahren jeweils den 8. Platz erzielen konnten, reichte das für den 6. Gesamtplatz aus. Somit nahmen wir 14 Punkte vom Europacup mit zurück nach Deutschland. Mit weniger Pech im Zeitfahren – Platz 5 wäre ohne die beiden Defekte möglich gewesen – wäre hier noch etwas mehr möglich gewesen. Jedoch sind wir mit dem Saisonauftackt 2019 mehr als zufrieden. Wir konnten gegenüber unserer ersten Saison 2018 deutliche Fortschritte verzeichnen.

Als nächstes steht für uns vom 16. bis 19. Mai unser erster Start bei einem Weltcup (Ostend, Belgien) an. Ein Wochenende mit komplett anderen Vorzeichen, da sich hier natürlich die komplette Weltelite des Tandemsports versammeln werden. Starter aus Malaysia, Kolumbien, Kannada und die komplette Weltspitze aus der Niederlande, Polen und Großbritannien werden mit dabei sein.

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