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TOP AKTUELL

Nach der Saison 2018 folgt die Saisonvorbereitung 2019: Neben dem Training, steht auch eine Leistungsanalyse und eine komplett neue Ausrüstung (Straßenrenntandem und Zeitfahrtandem) inklusive neuer Laufradsätze und weiteres Equipment an.

Das Training für schlechte Tage ist gesichert!

Gepostet in Training

Seit wenigen Tagen ist mein neues Equipment für das Training Daheim eingetroffen. Besaß ich bislang noch keine Möglichkeit zu Hause effektiv auf dem Rennrad zu trainieren, ist es ab sofort mit dem Wahoo Smart Trainer inklusive Zubehör gesichert.

Viel Recherche ging dem Kauf voraus: Das größte Problem war es, ein System zu finden, welches blind bedienbar ist. Einfach aufsteigen, losstrampeln und nach dem Absteigen nicht zu wissen, wie viel Kilometer ich bei welcher Kadenz mit wie viel Watt zurückgelegt habe, kam für mich nicht in Frage.

Rasch kristallisierte sich heraus, dass es ein System von Wahoo sein würde. Der Vorteil: Die iOS-App zur Steuerung des Trainings ist für blinde Sportler zugänglich! Alle Funktionen lassen sich über die App eigenständig konfigurieren, während eines Trainings sind die Daten auslesbar und können im Anschluss mit der Sprachausgabe problemlos angeschaut, bzw. analysiert werden.

Zahlreiche Trainingsoptionen
Der Wahoo Smart Trainer bietet unterschiedliche Trainingsmodi. Neben einem Simulationsmodus, in dem man gewünschten Gegen- oder Rückenwind einstellen kann, ist es darüber hinaus auch möglich gewünschte Steigung oder Gefälle zu simulieren. Neben einem typischen Rollentrainer-Modus, welcher die Schwierigkeit über die Gangschaltung kontrollieren lässt, ist auch ein Training nach Watt möglich. Hierfür stellt man die gewünschte Zielwatt ein, der Wahoo Smart Trainer passt hier automatisch bei einer beliebigen Kadenz den Widerstand so an, dass man immer die gewünschte Wattzahl tritt. Im vierten und letzten Modus kann man den Trittwiderstand in 5%-Schritten einstellen.

Das Wechseln der Trainingsmodi innerhalb eines Trainings ist problemlos möglich, eine Rundenfunktion steht zur Verfügung, Trainingsdaten wie Puls, Kadenz, aktuelle Watt, Distanz oder Geschwindigkeit werden auf unterschiedliche Trainingsbildschirme angezeigt und können von VoiceOver ausgelesen werden. Zusätzlich kann man sich während eines aktiven Trainings gewünschte Informationen über eine integrierte Sprachausgabe ansagen lassen. Die Abstände der Benachrichtigung, sowie welche Trainingsinformationen genannt werden, lassen sich genauestens einstellen. Das Teilen der Trainings zu Strava, Garmin Connect oder zu Apple Health ist problemlos möglich.

Sebastian auf dem Wahoo Smart Trainer

Zubehör für realistischeres Fahren

Nicht zwingend notwendig, jedoch eine feine Sache ist das Trainingszubehör von Wahoo. Ich habe mir neben meinem Smart Trainer noch den Climb und den Headwind zugelegt.

Tolles Klettern

Der Climb kann eine realistische Steigung bis zu 20% oder ein realistisches Gefälle bis zu 10% im Zusammenspiel mit dem Smart Trainer simulieren. Neben dem Trainieren der entsprechenden Sitzposition bei einem Anstieg oder während eines Gefälles, ist es auch möglich über Apps von Dritten die tatsächliche Schwierigkeit automatisch einstellen zu lassen. Fährt man z. B. über Zwift eine Strecke, verändert der Climb automatisch die Neigung und somit auch die Schwierigkeit des Rennrades entsprechend der hinterlegten Gefälle- und Steigungsinformationen. Dadurch wird ein sehr realistisches Fahren ermöglicht.

Leider werden Stand heute (September 2018) noch keine Informationen über zurückgelegte Höhenmeter in der Wahoo Fitness-App angegeben, auch das automatische Anpassen der Schwierigkeit nach aktueller Steigung gibt es in der App noch nicht. Beide Features wurden jedoch angefragt.
Auch das Abfahren von selbst aufgezeichneten Routen ist möglich, auch hier passt der Climb die Neigung und Schwierigkeit automatisch an.

Sebastian auf dem Wahoo Smart Trainer mit Steigung
Sebastian auf dem Wahoo Smart Trainer mit Gefälle

Intelligenter Gegenwind

Mit dem Headwind hat Wahoo eine intelligente Windmaschine herausgebracht. Neben einer manuell einstellbaren Windstärke, wie man es bislang von klassischen Ventilatoren her kennt, ist es nun möglich die Windgeschwindigkeit in Abhängigkeit der aktuell gefahrenen Geschwindigkeit steuern zu lassen. Hierbei simuliert der Wahoo Headwind einen Gegenwind von bis zu 48 km/h. Als dritte Möglichkeit steht einem die Windstärke in Abhängigkeit des aktuellen Pulses zur Verfügung. Alle drei Modi funktionieren tadellos mit dem Smart Trainer und sind meiner Ansicht nach eine Bereicherung für jedes Indoor-Erlebnis.

Fazit

Mit dem Smart Trainer von Wahoo ist es vollständig erblindeten Sportlern möglich, eigenständige und zielgerichtete Workouts zu absolvieren. Hierfür stehen einem vielfältige Trainingsmodi zur Verfügung. Das Auslesen der aktuellen Trainingsdaten ist über das iPhone jeder Zeit möglich. Die Daten jedes Workouts können anschließend analysiert werden. Das Teilen der Trainings geht sehr einfach von statten. Die Einrichtung über die Fitness-App von Wahoo ist denkbar einfach und ist auch als blinder Sportler möglich. Günstig ist der Spaß jedoch nicht. Der Smart Trainer 2018 kostet rund 1300 Euro, der Climb schlägt mit 550 und der Headwind nochmals mit 230 Euro zu buche. Wer sich noch für eine Trainingsmatte von Wahoo entscheidet, zahlt weitere 70 Euro. Allerdings stimmt hierfür die Qualität! Man erhält ein super Trainingssystem für zu Hause, welches vielfältige Möglichkeiten bei absoluter Geräuschlosigkeit bietet. Einzig die typischen Fahrradgeräusche sind zu vernehmen.

Schon jetzt freue ich mich sehr auf die Saisonvorbereitung 2019 für das Paracycling und den Paratriathlon!

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