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TOP AKTUELL

Nach der Saison 2018 folgt die Saisonvorbereitung 2019: Neben dem Training, steht auch eine Leistungsanalyse und eine komplett neue Ausrüstung (Straßenrenntandem und Zeitfahrtandem) inklusive neuer Laufradsätze und weiteres Equipment an.

Gold bei den Deutschen Meisterschaften über die Mitteldistanz im Paratriathlon 2018

Gepostet in Wettkämpfe

Bei besten Wetter (leicht bewölkt, 23 Grad) konnten Tobi und ich in einer Gesamtzeit von 06:03:17 Stunden zum zweiten Mal in der Saison über Gold jubeln. Am Ende hieß es: erster Platz über die Mitteldistanz bei den Deutschen Meisterschaften im Paratriathlon in der Klasse PTVI in Wilhelmshaven!

Bereits einige Tage vor dem Saisonhöhepunkt reisten wir in Wilhelmshaven an. Die Zeit bis zum Wettkampf überbrückten wir mit Trainingsfahrten auf dem Renntandem und Testschwimmen in der Nordsee. Zusätzliche Ausflüge vervollständigten unser Tagesprogramm vor dem Wettkampf.

Ordentliche Schwimmleistung mit Neos

Als wir schließlich am Sonntag um 09:00 Uhr mit rund 250 Triathleten und drei weitere Paratriathleten auf unsere 1,9 km Schwimmstrecke starteten, begann für uns das wichtigste Rennen des Jahres. Dabei hatten wir großes Glück: Wollten wir zunächst ohne Neoprenanzüge schwimmen, hatten wir am Vortag die Möglichkeit bei einem Neotestschwimmen teilzunehmen. Begeistert von der tollen Wasserlage konnten wir mit dem Ausstellungshändler von Zoot eine Vereinbarung treffen: Gegen ein Interview konnten wir uns den Zoot Wave 3 für das Schwimmen kostenlos ausleihen!

Nachdem wir erst letzten Winter mit dem Schwimmen begonnen hatten, lautete unsere Zielsetzung unter einer Stunde aus der Nordsee zu steigen. Als die Uhr 52:34 Minuten anzeigte, waren wir positiv überrascht und gingen mit unserem Rennradtandem nach dem Anziehen der Rennradbekleidung auf die 90 km-Strecke.

Wespenstich auf der Rennstrecke

In unserer stärksten Disziplin wollten wir einiges an Zeit zufahren. Unser Ziel, die Strecke unter 02:30 Stunden zu bewältigen schien ambitioniert, jedoch im Bereich des Möglichen. Bei idealer Streckenführung – sie bestand aus sehr langen Geraden und schnellen Kurven – konnten wir unsere angestrebte Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 bis 37 km/h bis zur zweiten Wechselzohne halten. Am Ende stand eine Zeit von 02:29:13 auf dem Tacho. Das bedeutete eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36,2 km/h. Somit gehörten wir zu den top ten des gesamten Starterfeldes.

Einen Schreckmoment hatten wir in unserer zweiten von fünf Radrunden. Nach einem kleineren Schlag am Helm verspürte ich direkt im Anschluss einen ordentlichen Stich auf dem Kopf. Es ist nicht anders möglich, als eine Wespe ungünstig durch den Lüftungsschlitz des Aerohelms geflogen ist und mich unter dem Helm gestochen hat. Während der Fahrt zog ich kurz den Aerohelm aus, schüttelte den Helm aus, entfernte etwas Klebriges an meinem Kopf und Zog den Helm wieder auf.

Mit Qualen ins Ziel

Nach etwas über 3,5 Stunden ging es auf die 21 km Laufstrecke. Sie führte größtenteils auf der Uferpromenade an der Nordsee entlang. Insgesamt waren vier Runden zu bewältigen.

Beim Halbmarathon erwartete ich keine großartigen Wunder. Sollte ich es unter 02:30 Stunden schaffen, wäre das in Ordnung gewesen. Als die Uhr eine Endzeit von 02:27:14 anzeigte, war ich mit meiner persönlichen Laufleistung zufrieden.
Nachdem die ersten 10 km ohne größere Schmerzen oder Muskelbeschwerden geschafft waren, traten bei Tobi, aber vor allen Dingen bei mir während der dritten Runde muskuläre Probleme in den Schenkeln auf. Die Schmerzen wurden mit zunehmender Zeit stärker und gegen Ende schmerzte ab dem unteren Rückenbereich bis zu den Füßen alles. Am Ende merkte man, dass der Akku komplett leer war: Ich bekam auf die letzten Kilometer kaum mehr meine Schuhe vom Boden hoch. Ein letzter Zielsprint war utopisch.

Zufriedenheit nach der ersten Mitteldistanz

Nachdem wir vor unserer ersten Mitteldistanz eine Gesamtzeit von 06:30 Stunden als Zielzeit ausgerufen haben, die Uhr jedoch bei 06:03:17 stehen blieb, waren Tobi und ich mit der Gesamtleistung sehr zufrieden. 27 Minuten unter unser hochgerechneten Zeit war für die erste Tortur ein gutes Ergebnis.

Schließlich gilt es dann im nächsten Jahr noch ein weiteres Ziel anzugreifen: die 6-Stundenmarke soll deutlich unterboten werden!

Zahlen und Fakten

  • Gesamtzeit: 06:03:17 Stunden
  • Erster Platz in der Klasse PTVI
  • Schwimmzeit (1,9 km): 52:34 Minuten
    • 2:31 Minuten / 100 m
  • Radzeit (90 km): 02:29:13 Stunden
    • Durchschnittliche Trittfrequenz: 98
    • Durchschnittsgeschwindigkeit: 36,2 km/h
    • Maximalgeschwindigkeit: 51,8 km/h
    • 120 Höhenmeter
  • Laufzeit (21 km): 02:27:14 Stunden
    • 7 Minuten auf 1 km
    • 51 Höhenmeter
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