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Nach der Saison 2018 folgt die Saisonvorbereitung 2019: Neben dem Training, steht auch eine Leistungsanalyse und eine komplett neue Ausrüstung (Straßenrenntandem und Zeitfahrtandem) inklusive neuer Laufradsätze und weiteres Equipment an.

Gold bei den Deutschen Meisterschaften über die Sprintdistanz im Paratriathlon

Gepostet in Wettkämpfe

Im ersten Triathlon gleich zum Erfolg! Nach einer für uns sehr ordentlichen Gesamtzeit von 1:20:45 Stunden stand das Ergebnis fest: Gold und somit deutscher Meister im Paratriathlon über die Sprintdistanz, welche im Rahmen der ITU World Triathlon-Veranstaltung 2018 in Hamburg stattgefunden hatte.

Bereits am Vortag reisten wir mit dem Zug nach Hamburg an. Hier fand die Startmaterialausgabe, Klassifizierung und die Paratriathlon-Teambesprechung statt. Den Abend haben wir gemeinsam mit der blinden Triathletin Lena Dieter in einem Restaurant gemütlich ausklingen lassen.

Mit Sturz zu Gold

Um 10:10 Uhr ging es schließlich für die 14 Paratriathleten mit rund 170 weiteren Startern auf die Strecke.
Für unsere Verhältnisse lief es beim Schwimmen sehr ordentlich. Erst zum dritten Mal überhaupt waren wir mit unserer Schwimmverbindung im Freiwasser unterwegs und bewältigten die 500 Meter Schwimmdistanz in einer Zeit von 13:43 Minuten.
Kaum aus dem Wasser, ging es in die weltweit längste Wechselzohne. Rund 800 Meter mussten zu unserem Rennrad-Tandem zurückgelegt werden. Dort angekommen, wechselten wir in unsere Rad- und Laufbekleidung, zogen unsere Klickschuhe an und eilten mit unserem Duratec-Tandem auf die Radstrecke.
Die Radstrecke war wie für uns zugeschnitten: Auf einem kurvenarmen Kurs, es mussten vier 180-Wenden bewältigt werden, konnten wir richtig aufdrehen und Rennrad für Rennrad überholen. Am Ende stand über 20 km eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 39,9 km/h zu buche (31:23 Minuten). Das bedeutete die schnellste Radzeit der Paratriathleten und einer der schnellsten Gesamtradzeiten überhaupt.
Erneut in der Wechselzohne angekommen, schlupften wir rasch in unsere Laufschuhe. Anschließend ging es auf die für blinde Läufer sehr anspruchsvolle 5km-Laufrunde. Leider war die Strecke häufig sehr schmal gehalten, gerade am Anfang und Ende des Kurses waren recht enge Kurven zu nehmen, der häufige Gegenverkehr durch weitere Läufer trug ebenfalls nicht für ein angenehmes Laufen bei. Häufig musste mein Guide das Laufseil sehr eng nehmen oder wir mussten kurze Phasen hintereinander laufend bewältigen. Trotzdem konnten wir einige Triathleten auf der Laufstrecke überholen. Nachdem ich in einer Bodenunebenheit blöd hängen blieb und gleichzeitig einen leichten Stoß einer Läuferin erhielt, stürzte ich mit meinem Knie und Ellenbogen ca. einen Kilometer vor dem Ziel auf den Asphalt. Anschließend ging es für einige Hundert Meter nur humpelnd weiter.
Nach einer Laufzeit von 25:59 Minuten erreichten wir in einer Gesamtzeit von 1:20:45 Stunden das Ziel und gewannen in der Klasse PTVI die Goldmedaille.

Einmal mehr war die blinde Triathletin Lena Dieter das Maß aller Dinge, bzw. aller Paratriathleten: Mit großem Abstand düpierte sie die gesamten Paratriathleten und ließ alle Männer weit hinter sich zurück.

Zahlen und Fakten

  • 1. Platz in der Klasse PTVI
  • Gesamtzeit: 1:20:45 Std.
  • Schwimmzeit (500 m): 13:43 Minuten
  • Radzeit (20 km): 31:23 Minuten
  • Rad-Durchschnittsgeschwindigkeit: 39,9 km/h
  • Laufzeit (5 km): 25:59 Minuten
  • Gesamtplatzierung aller Teilnehmer: 474 von 2192
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