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Nach der Saison 2018 folgt die Saisonvorbereitung 2019: Neben dem Training, steht auch eine Leistungsanalyse und eine komplett neue Ausrüstung (Straßenrenntandem und Zeitfahrtandem) inklusive neuer Laufradsätze und weiteres Equipment an.

Teilnahme am Odenwald Bike Marathon 2017

Gepostet in Wettkämpfe

 

Bereits 2016 habe ich am Odenwald Bike Marathon mit einer blinden Schülerin der Schloss-Schule teilgenommen. Damals hatte es unglaublich geregnet und es war eher eine Schlammschlacht als ein Fahrradrennen.

Als wir morgens um 9:00 Uhr mit dem Tandem in Leutershausen ankamen, wartete das Fernsehteam des Rhein-Neckar-Fernsehens bereits auf uns. Es wollte uns während des ganzen Rennens verfolgen und so filmte man uns direkt beim Abholen der Startunterlagen. Bevor es wirklich losging, mussten wir noch eine Szene fürs Fernsehen nachstellen und ein paar grundsätzliche Fragen beantworten. Ansonsten war jedoch nichts mehr zu tun, weswegen wir genug Zeit hatten, uns aufzuwärmen und alles nochmal auf Vollständigkeit und Funktion zu überprüfen, bis um 10:10 Uhr  der Startschuss für die Kurzstreckenfahrer fiel. Die Kurzstrecke umfasste 30 Kilometer und 800 Höhenmeter. Wir kamen gut weg und befanden uns von Anfang an mitten im Feld. Zunächst ging es in einer kleinen Runde durch die Weinberge, nochmal an Start und Ziel vorbei und dann ab in den Wald. Dort ging es auf schmalen Waldwegen steil bergauf und auf interessanten Mountaainbike-Trails bergab. Immer wieder überholten wir andere Biker, diese überholten uns wieder, und so war es ein reges überholen und überholt werden. Während wir letztes Jahr dauerhaft weit abgeschlagen vom Rest waren, fuhren wir diesmal mittendrin. Die Wetterbedingungen waren um Welten besser als vergangenes Jahr.

Auf unserer Fahrt hatten wir eine Action-Cam des Rhein-Neckar-Fernsehens dabei, mit der wir eifrig filmten. An einer Stelle kam das Fernsehteam zur Strecke und filmte uns im Vorbeifahren. Wir machten keine Pausen. Energieriegel wurden in mundgerechte Stücke gebrochen und die Getränke waren so platziert, dass wir während des Fahrens Energie tanken konnten. So machten wir keinerlei Pausen. Irgendwann waren wir bei besagten 800 Metern, doch die Steigung wollte einfach nicht enden. Wir kämpften und setzten alle zur Verfügung stehende Energie frei, aber deshalb wurde die Zeit natürlich nicht schneller und der Berg nicht flacher. Bei 829 Höhenmetern wurde es endlich flacher. Auf dem letzten Stück durch den Ort holten wir auch noch die allerletzten Kräfte aus uns heraus – dann waren wir im Ziel. Unsere Zeit war für uns wirklich überraschend. Der Fernsehmoderator hatte uns vor dem Start noch nach unserem Ziel gefragt und wir erklärten, dass maximal drei Stunden und 15 Minuten drin seien, und jetzt waren wir angekommen und hatten eine Zeit von zwei Stunden und 17 Minuten. Sofort waren das Rhein-Neckar-Fernsehen und noch ein weiterer Sender vor Ort, um uns zu interviewen. Auch waren wir überrascht, wie viel Zuspruch wir sowohl während als auch nach dem Rennen bekamen. Später, als dann alle Kurzstreckenfahrer im Ziel waren, erfuhren wir, dass wir (wir wurden in der Herrenwertung mitgewertet) tatsächlich nicht letzter geworden sind. So waren noch zwölf Fahrer hinter uns. Es war ein toller Tag und wir waren sehr zufrieden – und wir haben versprochen: Nächstes Jahr machen wir wieder mit!

Interview nach dem Rennen

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